{"id":753,"date":"2021-02-10T15:22:11","date_gmt":"2021-02-10T15:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/charly.froger.de\/?page_id=753"},"modified":"2021-02-10T15:25:39","modified_gmt":"2021-02-10T15:25:39","slug":"ganzheitliches-minus-pilzkundliches-minus-sammeln-punkt-de","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/froger.de\/index.php\/ganzheitliches-minus-pilzkundliches-minus-sammeln-punkt-de\/","title":{"rendered":"ganzheitliches minus pilzkundliches minus sammeln punkt de"},"content":{"rendered":"<div id=\"id1\" class=\"graphic_generic_title_textbox_style_default\">\n<div>\n<div class=\"paragraph Summary_Title\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-754\" src=\"https:\/\/charly.froger.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/gabi_for_web-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/froger.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/gabi_for_web-300x225.jpg 300w, https:\/\/froger.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/gabi_for_web.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"paragraph Summary_Title\"><strong>ganzheitliches minus pilzkundliches minus sammeln punkt de<\/strong><\/p>\n<p>Verabredet waren wir auf dem Parkplatz des Findlingparks s\u00fcdlich von Reddereitz. Ich war etwas fr\u00fcher angekommen und wartete mit Spannung auf meine Teilnehmer. Sechs an der Zahl sollten es sein. Der Nebel lichtete sich langsam und ein sonniger Herbsttag stand in Aussicht, ideal den Wald nach Pilzen abzusuchen.<br \/>\nDas ist mein Angebot, nicht nur die pilzkundliche F\u00fchrung, die ganzheitliche pilzkundliche Sammlung. Das klingt doch nach etwas Besonderem. Ich will mich schlie\u00dflich von anderen F\u00fchrungen unterscheiden und mein Klientel in der Esoszene finden. Dort hoffe ich besser absahnen zu k\u00f6nnen. Ganzheitlich klingt immer gut. Aus dem Grunde auch dieser Startplatz; der Findlingspark hat schon ein besonderes Ambiente, aufgebaut wie eine Schnecke kommt man von der Jetztzeit an reichlich Steinen vorbei zur\u00fcck bis in die Urzeit. Da sind meine Leute gleich ziemlich beeindruckt.<br \/>\nDie Idee dazu kam mir im letzten Herbst. Ich wohnte jetzt seit knapp drei Jahren hier im Wendland, gefl\u00fcchtet aus meinen vorherigen sozialen Bindungen, hatte ich in Quartzau ein kleines Anliegerh\u00e4uschen ergattern k\u00f6nnen. Einfach ist es hier nicht in dieser Region Geld zu verdienen und so bin ich im Herbst immer im Wald unterwegs und f\u00fclle meinen Speiseplan auf. Nicht, dass ich sonderlich viel Ahnung von Pilzen habe, aber es reicht f\u00fcr die g\u00e4ngigen Sorten. Andere haben noch weniger oder gar kein Wissen und nach der dritten Nachfrage, ob ich den ein oder anderen nicht mal mitnehmen k\u00f6nnte, fand ich das einen guten Plan nebenbei meine Kasse etwas aufzuf\u00fcllen.<br \/>\nMeine damaligen Kontakte in Hamburg zu einer esoterisch angehauchten Szene und deren Bereitschaft Geld hinzulegen und nicht zu knapp, Hauptsache ein Flair Au\u00dfergew\u00f6hnlichkeit und ein Hauch Spiritualit\u00e4t standen im Vordergrund, lie\u00df mich sofort diesen Kreis als mein potentiellen Kundenstamm ausw\u00e4hlen. Also druckte ich mir ein paar passende Flyer, gestaltete eine Webseite und verbreitete meine Info in ausgesuchten L\u00e4den in dieser Gro\u00dfstadt. Jetzt im zweiten Jahr hatte ich im Herbst schon fast jedes Wochenende eine kleine Truppe beisammen. Diesen Tag vor gut zwei Wochen werde ich allerdings nicht so schnell vergessen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"graphic_generic_body_textbox_style_default\">\n<div>\n<div class=\"Normal\">\n<div class=\"paragraph Free_Form\">Es war neun Uhr und die Ersten Teilnehmer fuhren auf den Parkplatz. Ich lie\u00df ihnen Zeit sich auf dem Gel\u00e4nde des Parks umzuschauen, bis wir komplett waren. Wie immer am Anfang eine Vorstellungs- und Einstimmungsrunde. Wir setzten uns in den ersten w\u00e4rmenden Sonnenstrahlen in einem Kreis auf den Rasen. Jeder sagte seinen Namen und noch irgend etwas Belangloses und ich erz\u00e4hlte dann mit ruhiger Stimme meinen Text \u00fcber die Vollkommenheit der Natur, der Einzigartigkeit und noch weiter so ein Zeug. Dann sollten sich alle an die H\u00e4nde nehmen, f\u00fcr ein gutes Gelingen in Dehmut und Dankbarkeit. Beseelt und erheitert brachen wir auf in den nahen Wald.<br \/>\nVor zwei Tagen hatte es noch \u00fcppig geregnet und ein frischer Kiefernwaldduft drang in unsere Nasen w\u00e4hrend wir die erstem Schritte auf den weichen Boden setzten.<br \/>\nEinen Wald betreten, ist wie in eine lebendige Halle kommen. Hoch oben blinzelt die Sonne durch die Bl\u00e4tter und Nadeln, das bewegliche Dach, jeder Windhauch spielt mit den Lichtreflexionen, gibt ein Knarren hoher schlanker Kiefern von sich und unsichtbare V\u00f6gel lassen ihre Stimmen zwischen den St\u00e4mmen hallen.<br \/>\nDas ist immer wieder beeindruckend, aber ein Stadtmensch wie Gabi aus Hamburg-Wandsbeck, eine kleine leicht pummelige Frau mit hennarot gef\u00e4rbten langen Haaren, zu Z\u00f6pfen gebunden und selbstgebatikten weiten Klamotten, war sprachlos.- Nur f\u00fcr einen Moment.- Dann huldigte sie in weit ausgeholten S\u00e4tzen der Sch\u00f6nheit, Vollkommenheit und Heilkraft der Natur. Die Anderen nickten zustimmend. Ich merkte, ich hatte jetzt schon gewonnen. Nur noch ein paar Maronen und Birkenpilze finden, vor Fliegenpilzen warnen, und dann, dass geh\u00f6rte ja zu meiner ganzheitlichen Sammlung dazu, w\u00fcrden wir unsere Funde in meiner mitgebrachten Pfanne auf einem kleinen offenen Feuer zubereiten.<br \/>\nDer Anfang lief recht vielversprechend. Zwei Parasolpilze hoben sich hell vom Waldboden ab und ich vertraute sie Gabi mit ihrem gro\u00dfen Korb an. Sie f\u00fchlte sich geehrt, dr\u00fcckte den Korb fest an ihren Bauch und gab sogleich die Vorz\u00fcge ihres erst vor kurzem teilgenommenen Flechtseminars zum Besten. Ich nickte anerkennend, lobte ihr Werk. Meine Gedanken zu diesem Monstrum und der Unhandlichkeit im Wald behielt ich lieber f\u00fcr mich. Stattdessen holte ich aus, die Parasolpilze geh\u00f6ren zu den Lammellenpilzen und k\u00f6nnten leicht mit Knollenbl\u00e4tterpilzen, die zu den giftigen Vertretern geh\u00f6ren, verwechselt werden,. Der Verzehr w\u00fcrde fatale Folgen haben. Respektvolle Blicke lagen auf meinen H\u00e4nden.<br \/>\nWenig sp\u00e4ter fanden wir eine kleine Gruppe Maronen. Ich lie\u00df sie Gabriela abschneiden, wies noch einmal darauf hin, dass das Wurzelgeflecht nicht besch\u00e4digt werden sollte und lie\u00df alle an dem leckeren Duft dieser Sorte riechen.<br \/>\nMit so etwas musste ich nat\u00fcrlich rechnen. Ulrike war es dieses mal. Mehrere Kr\u00e4uterworkshops lagen hinter ihr und sie konnte es nicht f\u00fcr sich behalten,und vor allem auf den Umstand hinzuweisen, dass Metallklingen beim Schneiden von Planzen nicht energetisch sind. \u201cWir sollten uns Holzmesser schnitzen\u201c, sprang G\u00fcnther, ein an\u00e4misch aussehender Typ, wahrscheinlich hatte ihm der letzte Makrobiotikkurs auf den Magen geschlagen, gleich mit auf den Zug.<br \/>\nDa hatte ich das Problem. Feinstofflichkeitsdebatten sind bei diesem Klientel leider mit inbegriffen. Die erst k\u00fcrzlich erworbene Einheit der Gruppe war, durch nicht enden wollende, mit Halbwissen gespickte, Auseinandersetzungen, in Gefahr. Solch derartige Gespr\u00e4che konnten mir schon mal den Tag verderben. Nein das machen sie nicht mit Absicht, das war mir irgendwann klar geworden. Unsicherheit \u00fcber ihr vermeintliches Wissen aus diesem oder jenem Kursus ist der Motor dieser gedankenlos dahin geworfenen S\u00e4tze. Da heisst es freundlich, knallhart und selbstsicher entgegen wirken. Ein flabsiges Quatsch w\u00fcrde jetzt die ganze Situation blockieren, dies galt es anders auszuhebeln: \u201cDanke Ulrike, ich sehe du machst dir f\u00f6rderliche Gedanken um unser Wohlergehen und in der Heilkunde, in der es ja bekanntlich um Feinstofflichkeiten geht, man siehe nur die Hom\u00f6pathie, ist dies auch bestimmt von N\u00f6ten, hier aber sind wir eher in einen rudiment\u00e4rem Handeln, es dreht sich um Nahrungsbeschaffung. Oder ist hier jemand der phychoaktive Pflanzen sammeln m\u00f6chte?\u201c Schweigen in der Runde. \u201eSollte jemand trotzdem Bedenken haben, wir k\u00f6nnen die Pilze auch mit Geschick herausdrehen, Hauptsache wir verletzen nicht das Wurzelgeflecht.\u201c Ulrike schaute verlegen zu Boden und G\u00fcnther lie\u00df das Holzst\u00fcck fallen, mit dem er sich wohl gleich ein Messer schnitzen wollte.<br \/>\nDas hatte ich meiner Ansicht nach ziemlich gut hingebogen und das Gl\u00fcck war mir hold, die Ablenkung perfekt, denn ich erblickte in der N\u00e4he eine Espenrotkappe. Dieser Pilz, aus der gleichen Familie wie der Birkenpilz, ist in diesen W\u00e4ldern nicht so h\u00e4ufig anzutreffen und nichterfahrene Sucher w\u00fcrden den herrlich orangerot leuchtenden Hut vorschnell als Giftpilz einordnen. Diese Information und dass ich diesen Pilz Ulrikes K\u00f6rbchen anvertraute, stellte meine Position wahrlich nicht mehr in Frage.<br \/>\nZum Gl\u00fcck hatte ich mir einiges Wissen angelesen und auch gen\u00fcgend behalten, ein Buch dabei haben geht aber gar nicht, das wirkt unproffessionell. Erstaunlicherweise sind viele der heimischen Pilze essbar, einige zwar minderwertig oder nur durch besondere Zubereitung, nicht so viele ungenie\u00dfbar oder sogar giftig. Kam jemand mal mit einem mir unbekannten Pilz, so titulierte ich diesen mit einen nicht sehr schmackhaften Namen und einer Familie wie Schleimling oder Bitterling, sagte er w\u00e4re ungenie\u00dfbar und das Thema hatte sich erledigt. Es kann doch keiner von mir erwarten aus jedem Teilnehmer einen erfahrenen Mykologen zu machen, vielmehr ist doch wichtig, dass sie sp\u00e4ter alleine im Wald drei bis vier Pilzsorten erkennen und mit ruhigem Gewissen ernten k\u00f6nnen. Au\u00dferdem bietet mein Konzept auch das Abchecken von Frische und Wissen \u00fcber Putzen und Zubereitung. Und das alles drau\u00dfen wie Waldbewohner. Von solch einem Tag werden sie sp\u00e4ter noch schw\u00e4rmen.<\/div>\n<div class=\"paragraph Free_Form\">So hatte ich mir das auch f\u00fcr diesen Tag erhofft, aber es sollte doch ganz anders kommen. Wir streiften eine Weile noch als Gruppe durch den Wald, fanden weitere Maronen, einige Birkenpilze, lilagr\u00fcne T\u00e4ublinge und ich lie\u00df sogar eine Handvoll Falscher Pfifferlinge zu, minderwertig aber doch essbar, halt etwas Vielfalt und Farbe. Dann schickte ich sie in Zweiertrupps alleine los, ich w\u00fcrde mich in der Zwischenzeit um das Feuerholz k\u00fcmmern und sp\u00e4ter dann ihre Funde begutachten. Zus\u00e4tzlich konnte ich ohne das ganze Gep\u00e4ck (Pfanne, Wasser und so weiter) noch ein paar geheime Pilzstellen aufsuchen, um f\u00fcr mehr F\u00fclle zu sorgen. In meinem Revier muss ich schlie\u00dflich nicht alles verraten. Pilzsucher sind schon eigen. Zeit f\u00fcr ein kleines Schn\u00e4ppschen hatte ich noch dazu, der Mund war bereits trocken vom vielen Reden und eine Pause von der Schnatterbande hatte ich mir verdient.<br \/>\nWir hatten eine Stunde ausgemacht, dann wollten wir uns wieder treffen. Es ist doch immer wieder herrlich mit welchem Orientierungssinn Menschen durch den Wald laufen, keine Schilder, auff\u00e4llige Reklametafeln oder \u00e4hnliche Hilfen. Ich sage immer, lauft nicht zu weit und achtet auf den Sonnenstand, am Ende muss ich sie doch immer mit lautem Gepfeife herbeilocken. Nat\u00fcrlich auch dieses mal. Dann sind alle immer froh, dass sie das Abenteuer \u00fcberstanden haben.<br \/>\nRotwangig schnaufend lie\u00dfen sie sich auf dem weichen Waldboden unseres Treffpunktes nieder. Neben sich ihre K\u00f6rbe mit der Beute. Durchatmen lassen, dann die Kontrolle und nicht mit Lob sparen und darauf hinweisen, ruhig mal in den Wald pinkeln. Wenn wir etwas von diesem phantastischen Ort geschenkt bekommen, sollte wir auch etwas zur\u00fcckgeben. Die Abgabe von Fl\u00fcssigstickstoff ist auf jeden Fall eine gute Gabe.<br \/>\nAriane und Fabian-Alexander, glaube ich hie\u00df er, beide ein scheinbar unzertrennliches P\u00e4rchen, sie hatten sich bei einem Biodanza Workshop kennengelernt, was sie uns gleich mitteilen mussten, w\u00e4hrenddessen sie sich tief in die Augen blickten, brachten einen gut gef\u00fcllten Korb mit und stellten ihn stolz vor mich hin. Auf den ersten Blick sah er sehr vielversprechend aus. Gabi und Ulrike, als zweites Paar unterwegs, brachten eine sp\u00e4rliche Beute mit, lie\u00dfen sich etwas abseits nieder und setzten ihre wahrscheinlich schon einst\u00fcndig andauernde Unterhaltung fort. Als Letztes kamen G\u00fcnther und die unscheinbar aussehende Gabriela. Vielleicht lag es an ihrem sackartigen Kleid, dass sie mir nicht aufgefallen war. Prustend und mit ger\u00f6teten Wangen kniete sie sich hin und zog ihr Kleid \u00fcber den Kopf. Zwei herrlich anzusehende und durch keinen BH eingezw\u00e4ngte Br\u00fcste zeichneten sich durch das leicht verschwitzte T-Shirt ab. Unwillk\u00fcrlich, ich lobte gerade den gefundenen Steinpilz (ein Vertreter der Familie Boletus) aus Arianes und Fabian-Alexanders Korb, zog dieser Anblick meine Aufmerksamkeit auf sich und sagte Ulrike, die gleichzeitig her\u00fcberrief, dass auch sie eine Rotkappe gefunden h\u00e4tten, zwar nur eine Kleine, ich sah nur aus den Augenwinkeln ein orangerotes Leuchten, den Pilz zu den Anderen in den Korb zum Putzen zu legen.<br \/>\nWir hatten einen \u00fcppigen Fund zusammen. Die Sechs s\u00e4uberten und schnitten die Beute. Ich entz\u00fcndete derweil das Feuer. Meine Lieblingsbesch\u00e4ftigung, wenn ich das hier noch erw\u00e4hnen darf. Tut aber nichts zur Sache. Oder etwa doch.<br \/>\nPilze in Butter angebraten, mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt und Sahne verfeinert, dazu ein Baguette, welche am Rande r\u00f6stete und eine Flasche Rotwein, die jetzt schon mal die Runde machte, geh\u00f6rten zu meinem Repertoire, und die Stimmung stieg.<br \/>\nDie Pilze waren fertig. Wir sa\u00dfen im Kreis um das Feuer und ich bat alle die Hand des Nachbarn zu nehmen. Sendet positive Energie f\u00fcr die Mahlzeit und dankt der Natur, die uns so reich beschenkt hat. So meine Worte. Die Rituale, die solch einem Unterfangen, die besondere Note geben und jedem das Gef\u00fchl ein Teil des ganzen Universums zu sein.<br \/>\nHolzsch\u00fc\u00dfelchen, zum Gl\u00fcck hatte ich welche, dadurch keine weitere Blech- oder Plastikdebatte und jeder eine gut gef\u00fcllte in seinen H\u00e4nden \u2013 schmackhafte Pilze, Brot und Wein, so nah an der Natur, leuchtende Augen. Dann abliegen in der Nachmittagssonne, erfolgreiche J\u00e4ger und Sammler. Ich hatte es den Stadtmenschen mal wieder gegeben. So einfach war das.<\/div>\n<div class=\"paragraph Free_Form\">Eine gute halbe Stunde sp\u00e4ter, ich dachte schon allm\u00e4hlich sei es Zeit aufzubrechen, mochte aber die immer heiter werdende Runde nicht zerreissen, setzte ein leichtes Rumpeln in meinem Magen ein. Auch Ariane machte ein verspanntes Gesicht. Gabi hingegen stand ausladend gestikulierend am Feuer und gab reichlich unzusammenh\u00e4ngende S\u00e4tze von sich, welche den Rest sehr erheiterten. Au\u00dfer G\u00fcnther, ich fand er schaute doch leicht gr\u00fcnlich aus im Gesicht. Gabi zog weiterhin all unsere Aufmerksamkeit auf sich und dann auch ihre Batikklamotten von sich. Pl\u00f6tzlich war sie nackt, w\u00e4lzte sich mit verdrehten Augen und gurgelnden Ger\u00e4usche von sich gebend im Moos, wie eine l\u00e4ufige Katze. Schwankend, als h\u00e4tte er ein Boot bei starken Seegang unter sich, erhob sich G\u00fcnther, riss sein kariertes Flanellhemd vom Leib, in Zeitlupe sah ich wie die Kn\u00f6pfe durch die Luft flogen, und st\u00fcrzte Richtung Gabi. Kurz vor ihr brach er auf die Knie und sein Mageninhalt aus ihm heraus, der dann zwischen ihren \u00fcppigen Br\u00fcsten und dem Rest des Oberk\u00f6rpers landeten. Einen Moment Stille, selbst der Wald schien die Luft anzuhalten. Auch Fabian-Alexander, stark schwitzend, fummelte er doch schon eine Weile an Gabriela herum, vielleicht machte Ariane deshalb solch ein verspanntes Gesicht, fiel dann aber ruckartig nach hinten, um sich ebenfalls zu erbrechen. Gabi sah auf sich herunter, stie\u00df einen lauten Schrei aus, sprang auf und lief in den Wald. Ulrike, die ganze Zeit wie in Trance, schreckte davon auf und kotzte in hohen Bogen ins Feuer. Das sah alles wirklich nicht lecker aus und ich konnte auch nicht mehr an mich halten. Keuchend von der Anstrengung sank ich nieder, bevor ich die Augen schloss sah ich wie Gabriela levitierte. Dann war es dunkel, nur die Tr\u00e4ume bunt.<\/div>\n<div class=\"paragraph Free_Form\">Unterk\u00fchlt und von Tau bedeckt wachte ich in der D\u00e4mmerung auf. Es dauerte eine Weile bis ich mich orientiert hatte. Ich war allein, das Feuer aus. Der Boden roch s\u00e4uerlich. War da eventuell ein verkehrter Pilz in das Gericht geraten? Ich hatte keine Lust das zu ergr\u00fcnden. Wahrscheinlich hatte uns einer mit seinem Magen- und Darmvirus angesteckt. Ich wollte nur noch nach Hause, hei\u00df duschen und ins Bett.<\/div>\n<div class=\"paragraph Free_Form\">Zwei Wochen sp\u00e4ter stand ich wieder auf dem Parkplatz des Findlingsparks. Eine neue Gruppe hatte sich angemeldet. Vorsichtshalber k\u00fcndigte ich meine Webseite, habe jetzt eine Neue, auch die Telefonnummer. Gabis Wagen stand immer noch auf dem Parkplatz. Sollte sie ihre neue Bestimmung gefunden haben, denke aber jemand hat sie mitgenommen und sie hatte bis jetzt keine Zeit ihr Auto zu holen, oder sie hat vergessen, wo es steht.<br \/>\nEines habe ich aus dieser Sache gelernt, ab heute kassiere ich vorher.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; ganzheitliches minus pilzkundliches minus sammeln punkt de Verabredet waren wir auf dem Parkplatz des Findlingparks s\u00fcdlich von Reddereitz. Ich war etwas fr\u00fcher angekommen und wartete mit Spannung auf meine Teilnehmer. Sechs an der Zahl sollten es sein. 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